Das Rückgrat der Energiewende in Deutschland liegt auf der Windenergie. Freiflächen-Photovoltaikanlagen können eine Ergänzung sein, niemals aber ein Ersatz. Das zeigt ein simpler Leistungsvergleich: Eine neue Windkraftanlage produziert pro Jahr rund 20 Millionen kWh Strom. Dafür werden nominell rund 0,8 Hektar Fläche benötigt. Das entspricht ungefähr der Größe eines Fußballfeldes, von dem aber ein guter Teil während des Anlagenbetriebs weiter z.B. für die Landwirtschaft oder als Wald- bzw. Grünfläche zur Verfügung steht.
Um die gleiche Strommenge mit Freiflächen-Photovoltaikanlagen zu erzeugen, bräuchte man mehr als 20 Hektar Fläche. Und die sind in der Regel nicht weiter nutzbar. Wind weht nun einmal auch nachts sowie in Herbst und Winter bei bedecktem Himmel. Das können auch die besten Solarmodule nicht wettmachen.
Während wir von der Grafschafter Naturstrom uns ganz auf die Windenergie konzentrieren, plant unser Schwesterunternehmen Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren auch Freiflächen-Photovoltaikanlagen – die aber auch nur entlang der Autobahnen und Bahnstrecken. Denn diese wurden von der Bundesregierung als privilegierte Flächen ausgewiesen. Seitdem rennen Projektierer von überallher den Flächenbesitzern die Häuser ein, wittern viele doch schnelles Geld, manche auch mit dubiosen Versprechungen. Daher ist der politische Wille im Einzugsbereich der Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren, Freiflächen-Photovoltaik nur mit dem eigenen Nahversorger zu ermöglichen. Flächenbesitzer und regionale Investoren sorgen für eine Wertschöpfung in der Region.